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Instrumentarium



Die Stadtmusik Aarau ist ein voll ausgebautes Blasorchester. Doch was genau bedeutet das?

Im Gegensatz zum "klassischen Orchester" gibt es in der Blasmusik keine fest vorgeschriebene Besetzung. So gehören nebst Blasinstrumenten je nach Stückwahl beispielsweise auch Streich- oder Elektrobass dazu. Auch die Region kann Einfluss haben. So gehören zum Beispiel in Spanien Cellis zum gängigen Bild eines voll ausgebauten Blasorchesters.

Obschon die Literatur einige Stimmen klar vorgibt, so gibt es doch immer wieder "Exoten" die nicht immer Verwendung finden: Englischhorn, Es-Klarinette oder eben Streichbass. Die Stadtmusik Aarau ist in der glücklichen Lage, alle Standardstimmen besetzen zu können und auch einen Grossteil der Exoten mit eigenen Mitgliedern abdecken zu können. Das heisst aber nicht, dass neue Musikerinnen und Musiker nicht herzlich willkommen wären.

Hier ein kurzer Überblick über das Instrumentarium eines voll besetzten Blasorchesters in der Reihenfolge, in der sie in der Partitur des Dirigenten aufgeführt sind.
Enter the name for this tabbed section: Flöte

Querflöte und Piccolo


Die Querflöte oder kurz Flöte gehört zu den Holzblasinstrumenten und bildet eine eigene Instrumentenfamilie. Obschon sie seit dem 19. Jahrhundert meist aus Metall gefertigt wird, zählt sich aufgrund ihres Ursprungs zu den Holzbläsern.

Der Tonumfang der Querflöte reicht von c' bis c''''. Das Piccolo klingt eine Oktav höher beginnt jedoch bei d''. Die Flöte gehört zu den nicht transponierenden Instrumenten, das heisst, dass der notierte mit dem klingenden Ton übereinstimmt. Das Piccolo wird der Einfachheit halber eine Oktav tiefer notiert.

Im Blasorchester besetzt die Flöte die höchsten Stimmen und wird meist als Melodieinstrumente eingesetzt. Aufgrund der ausgeklügelten und trotzdem relativ einfachen Mechanik ist sie für schnelle Passagen geradezu prädestiniert. In hohen Lagen vermag eine einzelne Flöte aus dem gesamten Orchester heraus zu stechen - insbesondere die hohen Töne der Piccoloflöte sind kaum zu überhören.

Obschon ursprünglich aus Holz gebaut hat sich die Verwendung von Metallen, insbesondere Neusibler-, Silber- und Goldlegierungen, durchgesetzt. Querflöten aus Holz werden zwar wieder vermehrt gebaut, sind aber eher selten. Im Gegensatz dazu ist beim Bau von Piccolos nach wie vor Holz (allen voran Grenadill) das Material der Wahl.

Die heutige Konzertflöte entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und verdankt Theobald Boehm ihr aktuelles Erscheinungsbild. Anders als bei anderen Instrumenten fand keine allmähliche Umgestaltung der Mechanik sondern eine radikale Neukonstruktion statt. Vom Material, über die Bohrung der Tonlöcher bis hin zur Mechanik blieb nichts beim Alten und Theobald Boehm erschuf ein Design, dass sich bis heute nur im Detail verändert hat.
Enter the name for this tabbed section: Oboe

Oboe


Die Oboe zählt zu den Holzblasinstrumenten und gehört zur Familie der Doppelrohrblattinstrumente.

Der Tonumfang der Oboe reicht von b bis f'''. Wie auch die Flöte gehört die Oboe zu den nicht transponierenden Instrumenten - der notierte Ton entspricht also auch dem tatsächlichen Klang.

Die Oboe wird meist als Melodieinstrument eingesetzt. insbesondere melancholische oder exotische Themen werden häufig von der Oboe eingeführt. Der unverkennbare "näselnde" Klang des Instruments ist auch der Grund, weshalb die Oboe im Orchester den Stimmton vorgibt, nachdem alle anderen Musiker ihr Instrument zu Beginn des Konzerts einstimmen.

Wie das Fagott wird die Oboe mit einem Doppelrohrblatt gespielt. Die Herstellung des Mundstücks bedarf einigen handwerklichen Geschicks und Zeit. Es ist sehr empfindlich und muss ständig feucht gehalten werden. Jede Oboistin und jeder Oboist hat ihre eigenen Vorlieben, wie das Rohr gefertigt werden soll. Feine Anpassungen werden daher von jedem individuell vorgenommen. Genauso unterschiedlich wie die einzelnen Rohre sind dementsprechenden auch die klanglichen Eigenschaften, die von einem weichen, runden bis zu einem brillanten und scharfen Tembre reichen können.

Das Instrument wird vorwiegend aus Harthölzern hergestellt. Allen voran Grenadill und Rosenholz. Im Gegensatz zu den meisten anderen Instrumente erlebte die Oboe nie eine komplette Überarbeitung. Das Instrument hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die Veränderung in Bohrung und Mechanik wurden jeweils den Anforderungen der Zeit angepasst. Versuche, die Mechanik nach dem Vorbild der Querflöte nach dem Böhmsystem zu überarbeiten wurden derart schlecht aufgenommen, dass sie nur kurze Zeit überlebten. Die Mechanik der Oboe besteht mehr oder weniger aus "Einzellösungen" für die einzelnen Töne und nicht aus einem Gesamtkonzept.

Die meisten modernen Oboen werden heute im Konservatoriumssystem gebaut. Daneben existiert noch die Wiener-Oboe, die jedoch praktisch nur in Wien gebrauch finden (speziell gepflegt durch die Wiener Philharmoniker). Die Mechanik der Oboe gehört zum Kompliziertesten, was der Instrumentenbau zu bieten hat.


Englischhorn


Das Englischhorn ist das Altinstrument der Oboenfamilie.

Der Tonumfang ist etwas tiefer als derjenige der Oboe und reicht von e bis c'''. Viel entscheidender ist jedoch der klangliche Unterschied zur Oboe.

Das Englischhorn klingt wesentlich weicher und auch melancholischer als die Oboe. Dies verdankt es vor allem dem sogenannten "Liebesfuss", der runden Verdickung des Schallbechers. Der Liebesfuss wurde von der Oboe d'amore übernommen und hat sich beim modernen Instrument eingebürgert. Der weit auslaufende Schallbecher, die die Vorgängerin, die Oboe da caccia, kennzeichnete wurde zu Gunsten des runden Bechers und des damit verbundenen weicheren, runderen Klanges aufgegeben.

Im Blasorchester aber auch im klassischen Orchester ist das Englischhorn eher ein Exot. Da es nicht weit verbreitet ist, schreiben viele Komponisten keine separaten Stimmen für das Englischhorn. Ist jedoch eine Stimme vorhanden, wird es meist solistisch eingesetzt und bringt einen weichen gefälligen Klang ins Orchester ein.
Enter the name for this tabbed section: Klarinette

Klarinette in B


Die Klarinette gehört ebenfalls zu den Holzblasinstrumenten und zählt zur Familie der einfachen Rohrblattblattinstrumente.

Der Tonumfang geht von d bis b''' und gehört somit zu den grössten im Blasorchester. Die Klarinette zählt zu den transponierenden Instrumenten, was bedeutet, dass sie eine grosse Sekunde tiefer klingt als notiert.

Im Blasorchester nimmt die Klarinette quasi die Stellung der Streicher ein. Sie übernehmen sowohl Melodie als auch Begleitaufgaben und werden auf jeder Stimme mehrfach besetzt. Die unterschiedliche Färbung der einzelnen Tonlagen und der grosse Tonumfang machen das Instrument ausserordentlich flexibel und vielseitig einsetzbar.

Das Rohrblatt der Klarinette wird wie auch dasjenige der Oboe aus einer Art Schilfrohr (lat. Arundo Donax) gemacht. Mit Klemmen oder Schnüren wird das Rohrblatt am Mundstück, dem Schnabel, befestigt.

Im Verhältnis zu anderen Instrumenten hat die Klarinette ein relativ jugendliches Alter. Um 1730 entwickelte Joachim Denner aus der Chalumeau die Klarinette. Kurze Zeit später tauchte sie bereits im Orchester auf. Den Geschmack der Zeit treffend, verdrängte sie die Oboe ihrer Stellung im Orchester fast vollständig während der Zeit der Klassik. Innert kurzer Zeit nahmen sich die Komponisten dem Instrument an. Auch Wolfgang Amadeus Mozart war von den Möglichkeiten der Klarinette begeistert und schrieb wohl eines der bekanntesten Solowerke für Klarinette (Klarinettenkonzert KV 622). In neuerer Zeit fand die Klarinette ihren Weg zum Dixieland und Jazz, wo sie jedoch teilweise durch das Saxophon verdrängt wurde.

Die Mechanik wurde im 18. und 19. Jahrhundert stetig verbessert und nach dem Vorbild der Flöte mit dem Boehmsystem versehen. Parallel dazu entwickelte sich in Deutschland eine eigene Mechanik, die heute als Oehler-Mechanik bezeichnet wird. Diese beiden Mechaniken haben bis heute überdauert. Wird das Oehlersystem vorwiegend in Deutschland und Österreich verwendet hat sich im Rest der Welt das Boehmsystem durchgesetzt.

Bassklarinette


Als Bassinstrument der Klarinettenfamilie klingt die Bassklarinette eine Oktave tiefer als die Klarinette in B.

Ihr Tonumfang reicht von B1 bis a''. Die Bassklarinette wird im Violinschlüssel notiert und transponiert eine grosse None nach unten.

Der weiche aber auch kräftige Klang ergänzt die Klarinettenfamilie in tiefen Lagen. Die Bassklarinette besitzt viele Eigenschaften des Sopraninstruments und bringt so eine grosse Virtuosität in die tiefen Lagen des Orchesters. Zusammen mit dem Fagott und dem Baritonsaxophon bildet sie die Basslage im Blasorchester. Auch Solostellen liegen der Bassklarinette hervorragend.

Klarinette in Es


Ergänzt die Bassklarinette das Register in die Tiefe, so ist die Es-Klarinette eine Ergänzung der hohen Lagen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird sie meist als Klangeffekt im Orchester eingesetzt.

Die Es-Klarinette wird im Orchester nur einzeln besetzt. Eine eigenständige Stimme ist meist nur in höher klassierten Stücken vorhanden, da es sich wie beim Englischhorn um einen Exoten im Blasorchester handelt.
Enter the name for this tabbed section: Fagott

Fagott


Das Fagott gehört wie die Oboe und das Englischhorn zu den Doppelrohrblattinstrumenten und somit zu den Holzbläsern. Jedoch ist es nicht der grosse Bruder der Oboe, sondern bildet eine eigene Instrumentenfamilie. Die aus dem Italienisch stammende Bezeichnung "Fagotto" (Bündel) beschreibt das aus einer abgeknickten Röhre oder eben zwei Röhren bestehende Instrument recht passend.

Der Tonumfang des Fagotts reicht von B1 bis f'' und ist somit fast so gross wie derjenige der Bassklarinette. Es gehört zu den nicht transponierenden Instrumente und wird aufgrund der tiefen Lage im Bassschlüssel notiert.

Wie auch die Oboe entwickelte sich das Fagott im Barock aus einem Vorgänger: dem Dulcian. Durch die Abknickung der Röhre wurde die tiefe Lage des Instruments erst möglich, erforderte aber bereits sehr früh einige technische Tricks um das Instruments spielbar zu machen. Im Gegensatz zu Klarinette und Oboe wird das Fagott nicht aus tropischen Harthölzern sondern Ahorn oder Palisander gebaut. Das Fagott erlebte eine kontinuierliche Entwicklung, was zu einer recht komplexen Mechanik führte. Erheblich sind auch die regionalen Unterschiede in Bau- und Spielweise des Fagotts. Obwohl in den letzten Jahrzehnten eine Angleichung stattfand, so sind doch immer noch deutliche Unterschiede vorhanden.

Das Fagott fand recht früh einen festen Platz im Symphonieorchester und hat sich seither behauptet. Die Spieltechnik ermöglicht einen grossen gestalterischen Freiraum und lässt so eine ungeahnte Leichtigkeit im Spiel des Fagottisten zu. Zwar brilliert das Instrument nicht mit Volumen und Lautstärke dafür umso mehr mit Ausdruckskraft und Flexibilität. Zusammem mit Baritonsaxophon und Bassklarinette im Blasorcheter meist als "Holzbass" eingesetzt meistert das Instrument auch Solopassagen bravourös.



Konzert der Dozenten des Doppelrohr-Festivals 2011
Fagott:
Matthias Racz, Hans Agreda

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Saxophon


Das Saxophon gehört wie die Klarinette zur Familie der einfache Rohrblattinstrumente und zählt zu den Holzblasinstrumenten. Zwar wurde das Saxophon seit Beginn aus Metall konstruiert, gehört aber aufgrund seines Konstruktionsursprungs und der Weise, wie die Klangerzeugung erfolgt zu den Holzbläsern.

Als eines der wenigen Instrumenten trägt es den Namen seines Erbauers: Adolphe Sax. Um 1830 begann er mit der Entwicklung eines komplett neuen Instruments. Es sollte dem Klang von Streichern ähneln, jedoch wesentlich mehr Kraft besitzen, da es vor allem für Militärmusik gedacht war. Sax erprobte verschiedene Konzepte und kombinierte Eigenschaften anderer Holzblasinstrumente um ein Instrument nach seinen Vorstellungen zu schaffen. So besitzt das Saxophon das Mundstück einer Klarinette, eine Boehm-Mechanik ähnlich der Flöte und einen konischen Rohrverlauf wie die Oboe. Das Rohrblatt wird wie bei Klarinette, Oboe und Fagott aus einer Art Schilfrohr (Arundo Donax) gebaut.

Obwohl einige vor allem französische Komponisten den neuen Klang sehr schätzen, konnte sich das Saxophon im klassischen Orchester nie richtig integrieren. Dafür erfreute sich das Saxophon grosser Beliebtheit im Jazz und später Pop. Das Saxophon ist im modernen Blasorchester nicht wegzudenken und nimmt in den unterschiedlichen Stimmlagen (Alt, Tenor und Bass) eine wichtige Rolle ein. Als eine der wenigen Instrumentenfamilie haben sich praktisch alle Stimmlagen bis heute erhalten. Im Blasorchester finden vor allem Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon Verwendung. Alle Instrumente der Familie werden im Violinschlüssel notiert und ermöglichen so einen relativ einfachen Wechsel von einem Instrument zu anderen.

Im Laufe der Zeit haben sich beim Saxophon zwei Unterschiedliche Klang- und somit auch Ansatzideale entwickelt. Der sehr kontrollierte und etwas dumpfere klassische Ansatz, der stark der Spielweise der Klarinette ähnelt und dem moderne etwas "fetzigeren" modernen Ansatz, der vor allem im Jazz viele Möglichkeiten der Klanggestaltung bietet. Je nach Vorliebe des einzelnen Saxophonisten kann auch die Wahl des Mundstück den Klang stark beeinflussen.

Alt-Saxophon in Es
Der Tonumfang des Altsaxophons reicht von B bis e''' und entsprich somit in etwa dem Tonumfang der Oboe wird aber trotzdem zu den Alt-Instrumenten gezählt. Es gehört zu den transponierenden Instrumenten und klingt eine grosse Sexte tiefer als notiert.

Tenor-Saxophon in B
Der Tonumfang reicht von As bis fis''. Das Tenorsaxophon ist ebenfalls transponierend und klingt eine grosse None tiefer als notiert.

Baritonsaxophon in Es
Das Baritonsaxophon hat einen Tonumfang von C bis a' und klingt eine Oktave und eine grosse Sexte tiefer als notiert.
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Trompete



Die Trompete ist das Sopraninstrument im Blechbläsersatz. Die Tonerzeugung erfolgt im Gegensatz zu den meisten Holzbläsern ausschliesslich mit den Lippen ohne irgendwelche Hilfsmittel. Lediglich das Mundstück bietet dem Bläser eine gewisse Unterstützung. Dies ist bei der Trompete kesselförmig.

Der Tonumfang der Trompete reicht von fis bis f''' ist aber theoretisch nach oben nur durch das Können des Musikers begrenzt. Das im Blasorchester verwendete Instrument ist in B gestimmt und transponiert entsprechend einen Ganzton nach unten.

Im Blasorchester nimmt das Instrument meist eine führende Melodiestimme ein. Der helle Klang der Trompete wird von Komponisten häufig für Fanfaren eingesetzt. Mit verschiedensten Dämpfern ausgerüstet bietet das Instrument eine Fülle von Möglichkeiten Effekte und Klänge zu erzeugen.

Trompeter hatten im Mittelalter eine ganz besondere Stellung. Ihnen wurden vor allem repräsentative Aufgaben zuteil, was Ihnen eine höhere Stellung als den gewöhnlichen Strassenmusikern verlieh. Ihr Spezialstatus ging soweit, dass Ihnen das Musizieren mit anderen Instrumenten nicht gestattet war. So entwickelte sich auch auf dem Schlachtfeld eine Zwei-Stufen-Gesellschaft: die Pauker und Trompeter und die Trommler und Pfeiffer, welche eine niedereren Gilde angehörten.

Waren die Möglichkeiten der Trompeten ursprünglich auf die Naturtonreihe beschränkt (natürliche Tonreihe, die jede klingende Luftsäule ohne Löcher oder zusätzliche Läufe erzeugen kann), konnten diese Einschränkungen dank der Erfindung der Ventile 1813 überwunden werden. War es früher nur in sehr hohen Lagen möglich, eine Tonleiter zu spielen (sogenanntes Clarinblasen), war es nun möglich ab dem zweiten Naturton (Oktave) chromatisch zu spielen.

Die Trompete wird heute meist mit drei Ventilen gebaut. Durch Betätigen der Ventile wird die Luft in eine zusätzliche "Schlaufe" umgeleitet was die gesamte Luftsäule entsprechend verlängert und den klingenden Ton somit vertieft. Die drei Ventile verlängern die Luftsäule jeweils um einen Ganzton (1. Ventil), einen Halbton (2. Ventil) oder um 1 1/2 Ganztöne (3. Ventil) was ein Spielen der chromatischen Tonleiter ermöglicht. Die Spieltechnik basiert aber nach wie vor auf der Naturtonreihe, was ein gutes Gehör und einges an Übung voraussetzt.

(Beispiel einer Naturtonreihe)Tr_C_Tonerzeugung1
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Waldhorn


Das Horn zählt zu den Blechblasinstrumenten und wird mit einem sogenannten Trichtermundstück geblasen. Aufgrund des grossen Tonumfangs spielt es sowohl in der Tenor- wie auch in der Altlage. Häufig wird ein sogenanntes Doppelhorn verwendet, das aus zwei unabhängigen Rohrverläufen besteht und eine Stimmung in F und B aufweist. "Auseinandergezogen" hätte das Waldhorn eine Länge von etwas über 3,8 Metern

Der Hornist hält beim Spiel die rechte Hand im Schaltrichter und dämpft so den Klang. Aufgrund des weichen Klangs des Waldhorn wird es häufig als Bindeglied zwischen Blech- und Holzregister angesehen.

Wie die Trompete war das Horn vor Erfindung der Venitle auf die Naturtonreihe beschränkt. Da sich aber die meisten Komponisten nicht mit einer so unvollständigen Lösung zufrieden gaben, mussten die Hornisten Wege suchen, dieses Manko auszugleichen. Durch Einsatz mehrerer Instrumente konnte der Musiker während des Stück jeweils die passende Stimmung "austauschen". Später wurden Stimmbögen verwendet, um nicht mehrere Instrumente verwenden zu müssen. Durch Aufteilen der Stimme auf mehrere Personen mit unterschiedlich gestimmten Hörner konnte der Tonumfang erweitert werden. Auch wurde versucht durch "Stopfen" die Tonhöhe zu verändern (Veränderung der Tonhöhe mit der rechtem Hand im Schalbecher). All diese Versuche führten jedoch zu unbefriedigenden Ergebnissen, was schlussendlich zur Entwicklung der Ventile führte.

Trotz aller Unzulänglichkeiten der frühen Instrumente fanden die Hörner rasch Einzug ins klassische Orchester. Auch in kleineren Formationen wie Quartetten oder Quintetten gehörte das Waldhorn zur Standardbesetzung. Auch im heutigen Blasorchester gehört es zur festen Besetzung dazu. Besondere Beliebtheit geniessen die Hörner offensichtlich bei Komponisten moderner Filmmusik, wo sie regelmässig in grosser Besetzung wichtige und eindrucksvolle Passagen erhalten.

Aufgrund des grossen Tonumfangs des Instrument spezialisieren sich Musiker häufig auf eine bestimmte Lage. So ist auch die Stimmaufteilung des Hornsatzes im Orchester entsprechend gesetzt: 1. und 3. Waldhorn spielen in der hohen, 2. und 4. Waldhorn in der tieferen Lage.
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Posaune


Durch ihre Bauweise unterscheidet sich die Posaune von allen anderen Blechblasinstrumenten. Im Gegensatz zu den übrigen Blechbläsern besitzt sie einen "Zug" der ihr das Spielen der chromatischen Tonleiter ermöglicht und keine Ventile (siehe unten). Heute sind vor allem als Tenor- und Bassposaune gebräuchlich und ergänzen das Blechregister in tiefen Lagen. Nebst der Zugposaune werden auch Ventilposaunen gebaut - in unserer Region jedoch eher selten anzutreffen.

Zum Spielen einer chromatischen Tonleiter muss der Musiker oder die Musikerin die richtige Position treffen. Das es grundsätzlich keine Markierungen am Instrument oder andere Hilfsmittel zum "Einrasten" des Zugs in der richtigen Position gibt, ist ein gutes Gespür und ein gutes Gehör nötig. Die Tonlage kann durch den Einsatz einzelner Ventile (Quart- und Quintventil) nach unten erweitert werden.

Die Posaune ist das älteste durchgehend chromatisch spielbare Instrument der Blechbläser. Das Instrument weist seit der Renaissancezeit eine praktisch unveränderte Bauweise auf. Dank der einfachen, jedoch genialen Lösung die Lücke zwischen den Naturtönen durch den Einsatz eines Zuges zu überbrücken, war das Instrument früh in der Lage die gesamte chromatische Tonleiter (und alles was dazwischen liegt) zu spielen.

Das Instrument durchlebte somit sämtliche Epochen von der Renaissance über den Barock, die Klassik bis in die Moderne. Die Möglichkeiten, die das Instrument bietet, wurden dabei in jeder Epoche unterschiedlich genutzt. Geradezu prädestiniert für Glissandi und Slides fanden diese Techniken gerade im Jazz und anderer moderner Literatur häufig Anwendung.

Der Bau einer Posaune erfordert eine präzise Ausführung. Zwischen Zug und restlichem Instrument ist lediglich genügend Platz für einen dünnen Ölfilm um ein reibungsloses Gleiten zu ermöglichen.
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Euphonium


Das Euphonium gehört zur Familie der Flügelhörner und wurde als Tenor bzw. Baritoninstrument entwickelt. Es weist einen sehr weichen und warmen Klang auf. Der Name wird vom griechischen abgeleitet und bedeutet "wohlklingend" (eine Verpflichtung für jeden Euphonisten und jede Euphonistin).

Das Instrument wurde um 1840 von Adolph Sax entwickelt. Vor allem in Brassband-Besetzungen finden sich die anderen von Sax entwickelten "Sax-Hörner".

Im Blasorchester besetzen sie die Tenorstimmen und werden häufig als Soloinstrument verwendet. Aufgrund des vollen aber weichen Klangs kommt das Instrument dabei gut zur Geltung. Die Tonlage liegt eine Oktave unter der Trompete und über der Tuba. Das Euphonium ist quasi das Violoncello des Blasorchesters.


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Tuba


Die Tuba ist das Bassintrument der Blechblasinstrumente. Sie hat ein becherförmiges Mundstück und hat einen sehr kräftigen Ton. Es gibt sowohl Tuben in F als auch Es und B. Auch bei den Bauformen gibt es nebst den "normalen" bei uns gebräuchlichen Instrumenten ausgefallenere Varianten wie das Sousaphon.

Im Vergleich zu den übrigen Blechbläsern besitzt die Tuba eine relativ enge Schallstürze. Das Instrument nimmt jedoch selbst, im Gegensatz zum Beispiel zur Trompete, sehr stark über die gesamte Länge zu. Ausgezogen wäre das Instrument je nach Stimmung zwischen 3.86 bis etwa 4.35 m lang und bringt folglich auch ein ordentliches Gewicht auf die Waage, was sich vor allem beim Spielen an Umzügen bemerkbar macht.

Aufgrund der tiefen Lage benötigt das Instrument einige zusätzliche Ventile zur Regulierung der Intonation. Bässe mit vier bis sechs Ventilen sind dabei keine Seltenheit.

Fand das Instrument im klassischen Orchester nie wirklich einen festen Platz, ist sie aus dem Blasorchester als Bassinstrument nicht wegzudenken. Dabei vermag sie weit mehr als nur harmonische Basstöne auszuhalten. Auch schnellere Passagen und Solostellen können mit dem Instrument gemeistert werden. Von einem feinen "Einschleichen" bis zum "donnernden Brummeln" liegt alles drin.

Enter the name for this tabbed section: Streichbass und Elektrobass
Enter the name for this tabbed section: Schlagzeug